Schlaflabor
Nichtmedikamentöse Empfehlungen bei Schlafstörungen


"Grünes Rezept" - Nichtmedikamentöse Empfehlungen für Patienten


1. Einhalten eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus durch:

  • Konstante späte Zubettgehzeit
  • Konstante Aufstehzeiten am Morgen, unabhängig vom Zeitpunkt des
    Einschlafens (auch am Wochenende bzw. Urlaub)
  • Möglichst kein Tagesschlaf (wenn, dann regelmäßig)
  • Insgesamt Verkürzen der Bettzeit


2. Schaffen einer positiven Einstellung zum Schlafengehen:

  • Nur bei Müdigkeit zu Bett gehen
  • Entspannungsübungen
  • Schaffen von Schlafritualen (z.B. ein Glas Milch trinken)
  • Aufstehen bei quälender Schlaflosigkeit (aber nichts aktivierendes unternehmen, sondern z.B. im Dunkeln Musik hören)
  • Keine Ausübung von mit Schlaf unvermeidbaren Tätigkeiten im Bett (z.B. Essen, Arbeiten etc.) sexuelle Aktivitäten ausgenommen
  • Nachts möglichst nicht auf die Uhr schauen und damit Schlafstörungen an bestimmte Zeiten binden (i.S. eines Lernprozesses)


3. Allmähliche Verringerung der geistigen und körperlichen Anspannung vor dem Zubettgehen durch:

  • Regelmäßige körperliche Aktivität am Tag (möglichst vormittags)
  • Entspannungsübungen
  • Entspannende Schlafrituale (z.B. warmes Bad nehmen)
  • Keine anstrengenden körperlichen oder geistigen Tätigkeiten vor dem
    Zubettgehen


4. Äußere und innere Störquellen ausschalten durch:

  • Lärmdämmung
  • Angenehme Temperatur (z.B. 16° Celsius)
  • Wecker umdrehen oder unters Bett stellen
  • Vermeiden von Koffein, Nikotin, Alkohol und schweren Mahlzeiten am späten Nachmittag und Abend
  • Wenn Schlafmittel nötig sind, dann nicht länger als 3 Wochen und nicht jede Nacht einnehmen


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Letzte Aktualisierung: 09.12.2007