Allergiediagnostik

Beim Allergietest werden verdächtige Allergenextrakte auf die Haut aufgebracht. Treten Quaddeln oder Rötungen auf, kann dies als Hinweis auf eine Allergie gewertet werden. Wenn Haut- oder zusätzliche Blutteste positiv ausfallen, bedeutet das nicht automatisch, dass eine Allergie vorliegt. Die Test zeigen lediglich eine erhöhte Empfindlichkeit an. Ob tatsächlich eine Allergie vorliegt, ist nur in Zusammenhang mit den Beschwerden zu entscheiden.

Im Zweifelsfall muss eine gezielte Provokation erfolgen, indem das verdächtige Allergen in die Nase gesprüht wird.

Auch viele Lebensmittelallergien gehen auf das Konto eines nicht behandelten Heuschnupfens. Es handelt sich um Kreuzallergien – die Eiweißstoffe -Allergene- mancher Lebensmittel sind denen von Pollen zum Verwechseln ähnlich. Nahrungsmittel als Auslöser „echter“ Allergien sind bei Erwachsenen deutlich überbewertet. Nur etwa 3% aller Erwachsenen haben tatsächlich eine Lebensmittelallergie. Ungezielte Hautteste und Blutuntersuchungen bringen hier meistens keine Erkenntnisse. Völlig ungeeignet sind Tests, die anhand von spezifischen Immunglobulin G (IGG) im Blut Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten nachweisen wollen.